Gute Mailings brauchen gute Bilder

Von Leonardo da Vinci stammt der Satz: “Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild.” Das ist so, weil wir 80 bis 90 Prozent aller Informationen über die Augen aufnehmen. Das Sehen ist der wichtigste unserer fünf Sinne.

Was heißt das für ein Fundraising- Mailing? Es besagt, dass Bilder schlicht und einfach wichtiger sind als der Text. Gute und erfolgreiche Mailings zeichnen sich durch entspre­chende Fotos aus. “Ein gutes Fundraising-Foto stellt den Menschen in den Mittelpunkt und spricht die Gefühle des Betrachters an. Um das zu bewirken, sollte die Person auf dem Foto den Betrachter anschauen”, sagt Michael Solzba­cher, Geschäftsführer und Art Director der GFS Fundraising Solutions GmbH. Das Bild sollte das Thema des Mailings gut illustrieren. Und es sollte möglichst wenig von diesem Thema ablenken. Also bitte keine Wimmelbilder”, so Solzba­cher weiter.
Gute Bilder erzählen Geschichten

Wichtig ist auch, die sogenannte Text- Bild-Schere zu ver­meiden. Bei dieser Schere machen Text und Bild jeweils un­terschiedliche Aussagen, im schlimmsten Fall widersprechen sie einander sogar. Erzählt der Text zum Beispiel von großer Not und Trauer, darf das Bild keine lachenden und feiernden Menschen zeigen. Vielmehr muss ein klarer Zusammenhang
zwischen den Fotos und Thema und Geschichte des Mailings bestehen. Im Idealfall lässt sich allein durch das Betrachten der Bilder die Geschichte in etwa nachvollziehen.

Noch etwas anderes ist für ein gutes Fundraising-Foto wichtig: Die Bilder sollten authentisch und persönlich sein.
„Das heißt keine Stock- Fotos. Man erkennt diese Art der gestellten Bilder auf den ersten Blick. Je authentischer das Fotomaterial ist, umso besser”, betont Solzbacher. Es lohnt sich also, bei jedem Projektbesuch den Fotoapparat mitzu­nehmen. Noch besser ist es, sich von einem professionellen Fotografen begleiten zu lassen. Das erfordert zwar einen gewissen Aufwand und kostet Geld. Aber gute und authentische Fotos zahlen sich in jedem Falle aus. Zudem kann man die Bilder nicht nur für Mailings verwenden, sondern auch für die eigene Webseite, Newsletter und alle ande­ren Medien. Und das ohne die zusätzlichen Kosten, die bei Agenturmaterial anfallen. Schließlich hat man die Bilder ja selbst gemacht.

The big picture

Schließlich gibt es noch ein ganz einfaches Mittel, um die emotionale Wirkung eines Fotos optimal einzusetzen: Es ist die Größe des Bildes. Große Bilder erzeugen große Gefühle. Jeder kennt das aus dem Kino. Der erlösende Kuss rührt einen zu Tränen, wenn man ihn auf der riesigen Kinolein­wand sieht. Zu Hause auf dem Fernsehschirm (der nicht ohne Grund in den letzten Jahren immer größer geworden ist) berührt einen dieselbe Szene dagegen kaum noch. Auf Bilder in Briefmarkengröße kann man also getrost verzich­ten. Wer aber gute Bilder für ein Mailing hat, sollte sich nicht scheuen, sie auch großformatig zu zeigen.

Udo Marquardt